
Was ist die Lichtenberger® Methode?
Die Lichtenberger® Methode eröffnet einen besonderen Zugang zur Stimme: Nicht das bewusste Formen eines bestimmten Klangs steht im Vordergrund, sondern das genaue Hören und Wahrnehmen dessen, was beim Singen und Sprechen geschieht.
Feine Impulse und gezielte Anregungen können dazu beitragen, gewohnte Muster zu verändern und neue Möglichkeiten entstehen zu lassen. Die Stimme darf sich dabei zunehmend aus ihren eigenen funktionalen Zusammenhängen heraus organisieren. Klang, Körperempfinden und Wahrnehmung beeinflussen sich gegenseitig – oft mit überraschenden Ergebnissen.
Entstanden ist die Methode aus der Verbindung von stimmphysiologischer Forschung und praktischer Arbeit mit der Stimme. Ihren Ausgangspunkt bildeten Fragen der Sängerin und Gesangspädagogin Gisela Rohmert, die ab 1980 gemeinsam mit Walter Rohmert, Leiter des Instituts für Arbeitswissenschaft der TU Darmstadt, erforscht wurden. Unter Beteiligung von Eugen Rabine, einem Schüler Cornelius L. Reids, führte die zunächst Funktionale Methode schließlich zur Gründung des Lichtenberger® Instituts für angewandte Stimmphysiologie.
Daraus hat sich über viele Jahre ein differenzierter Ansatz entwickelt, der heute in ganz unterschiedlichen Bereichen zu finden ist.
In Gesang, Instrumentalspiel, Schauspiel und Sprechen kann die Lichtenberger® Methode neue klangliche und künstlerische Möglichkeiten eröffnen. In Logopädie und Stimmtherapie fließen ihre Erkenntnisse in die Arbeit mit beeinträchtigten oder erkrankten Stimmen ein. Auch Menschen ohne professionellen Stimmhintergrund nutzen sie, um ihre Stimme und deren Wirkung auf den eigenen Körper neu kennenzulernen.
So verschieden die Menschen und ihre Anliegen sind: Im Mittelpunkt steht die Neugier auf die eigene Stimme – auf das, was in ihr bereits angelegt ist und sich entwickeln kann.